

Mangelernährung
Formen der Mangelernährung sind in reicheren Industrieländern meist kein Schicksal. Zumeist steht ausreichend Nahrung verschiedenster Art zur Verfügung und bleibt selbst mit kleinem Haushaltsbudget bezahlbar. Dennoch ist Mangelernährung auch in Industrieländern kein reines Ausnahmephänomen, besonders ältere Menschen scheinen betroffen zu sein. Ursache können beispielsweise einseitige Gewohnheiten bei der Ernährung sein. Von Mangelernährung spricht man immer dann, wenn die Nahrungsaufnahme den Körper nicht mehr ausreichend mit einem oder mehreren wichtigen Nährstoffen versorgt, was den Stoffwechsel negativ beeinflusst. Mangelernährung kann zu Untergewicht führen; mangelt es der Ernährung etwa an Spurenelementen wie Zink kann dies nach neueren Studien auch Einfluss auf den Haarwuchs haben und Haarausfall zumindest begünstigen.
Fettleibigkeit
Auch die Neigung, dick zu werden, hängt unter anderem mit Stoffwechsel-Prozessen zusammen. Wer etwa zu Fettleibigkeit neigt, dessen Körper speichert häufig Energie sehr viel schneller und besser als der von anderen Menschen. Nährstoffe, die ein Mensch zu sich nimmt, und die sein Körper nicht unmittelbar benötigt, werden zum Fettdepot für Notzeiten. Es gibt sie also tatsächlich, eine gewisse Veranlagung zum Dicksein. Die Wissenschaftler streiten noch immer, inwieweit eventuell genetische Defekte Ursache für zuviel Körperfett sind. Jüngst entdeckt wurde etwa das so genannte Atgl-Gen. Es speichert Information zum Bau eines Proteins, das den Fettstoffwechsel beeinflusst. Fehlt das Atgl-Gen, werden Fettdepots nicht mehr in normalem Umfang verringert. Als alleinige Ursache für Fettleibigkeit taugt ein Gendefekt mit Sicherheit nicht. Generell kann man sagen, dass die durch Nährstoffe aufgenommene Energie die verbrauchte übersteigt, wenn ein Mensch dicker wird. Dies geschieht etwa, weil die aufgenommene Nahrung zuviel Fette und zu wenig Kohlenhydrate enthält oder weil durch zu wenig Bewegung nicht genug Energie abgebaut wird.
Was tun?
Natürlich gibt es Wirkstoffe, die einen dabei unterstützen, abzunehmen, indem sie den Stoffwechsel beeinflussen. Als zusätzliche Methode gegen Fettleibigkeit können sie durchaus hilfreich sein. Wirkstoffe, die auch von Krankenkassen aufgelistet werden, sind etwa Orlistat und Sibutramin. Ersteres minimiert die Aufnahme von Fett im Darmtrakt des menschlichen Körpers, letzteres steigert das Sättigungsgefühl und den Energieverbrauch, sollte jedoch nicht bei Bluthochdruck oder verengten Herzkranzgefäßen verwendet werden. Ein japanisches Forschungsteam hat herausgefunden, dass auch ein Farbstoff der Braunalge helfen könnte: Fucoxanthin nennt er sich und beeinflusst unter anderem ein Fett auflösendes Protein. Aber all diese Wirkstoffe können dem jeweiligen Menschen nur bis zu einem gewissen Grad helfen. Er wird nicht darauf verzichten können, seinen Lebensstil zu hinterfragen und an entscheidenden Stellen zu korrigieren. Allein den Stoffwechsel durch Wirkstoffe zu beeinflussen, wird kaum ausreichen.